Der 30. Oktober 1998 sollte für die Follower ein ganz besonderer Tag werden. Die Jungschi Rorbas-Freienstein hatte nämlich einige Plätze auf der Titanic bei deren Jungfernfahrt ergattern können. Natürlich musste man sich anmelden, da es auf der RMS-Titanic nur beschränkten Platz gab.

Das begehrte Ticket

So kam ein Rundschreiben mit einer Einladung zu dieser einmaligen Reise und dem Hinweis, dass man sich in den nächsten Tagen anmelden musste. Innerhalb weniger Tage kamen über 30 Anmeldungen zusammen. Am Schluss waren wir über 40 Personen. Natürlich musste man schon eine Bedingung erfüllen, damit man dabei sein durfte. So durften Damen nicht mit Hosen erscheinen und Herren ohne Kravatte oder Fliege wurde der Eintritt verweigert. So kamen alle Follower im Abendkleid der Mutter oder im Jacket des Vaters. Nur schon das Ansehen der vielen bekannten Gesichter in den unbekannten Kleidern war ein Vergnügen. Es war wirklich super, denn alle kamen elegant und schön "zwäg gmacht". Einige hatten sogar das erste Mal in ihrem Leben einen Rock an. (Gäll Silvia!) Einige Tage vor der Abfahrt der RMS-Titanic bekamen wir das Ticket geschickt, was uns den Eintritt ermöglichte. Es wurde der Ort bekannt gegeben und die Abfahrtszeit. Unsere Titanic fuhr in der EMK in Rorbas ab. Als wir ankamen, war schon alles bereit. wir wurden mit Handkuss an der Tür begrüsst und sofort wurde einem der Mantel oder die Jacke abgenommen. Um in den unteren Stock zu gelangen (natürlich 1. Klasse) musste man eine Treppe hinunter. Diese war verziert mit weissen Rosen und vielen Kerzen. Es sah wirklich fast wie auf der Titanic aus. Unten war ein grosser Raum, in dem auch an die tausend Kerzen brannten und überall Rosen standen.

Die festlich gedeckte Tafel

Die Tische standen U-Förmig im Raum und waren mit weissem Tischtuch bedeckt. Natürlich waren da Tischkärtchen, wie es sich gehört Mann, Frau, Mann, Frau, Mann... Bis alle da waren, konnte man einfach ein bisschen reden und die Leute betrachten. "Schau mal der Hut", "Ohh, die Frisur", "Die Ohrringe..." usw. konnte man aus dem Raum hören. Es gab ein wenig zur knabbern und im Champagnerglas wurde Rimus von unseren Kellnern (JS-Leitern) ausgeschenkt. Als alle zusammen an Bord waren, wurden wir zu Tisch gebeten. Es konnte beginnen. Unterdessen war auch unser Musiker da. Unser Pianist spielte den ganzen Abend und es war grossartig. Die meiste Begeisterung kam eindeutig dann auf, als er den bekanntesten Titanic-Song von Celine Dion zu spielen begann. Mit dem Spiel kam auch der erste Gang. Es gab für jeden ein Blätterteigtäschchen gefüllt mit einer Tomaten-, Pilz-, Mozzarellafüllung. Natürlich schön angerichtet mit zwei Gurkenscheiben. Als nächster Gang wurde uns eine Perlensuppe serviert.

 

Immer wieder wurden wir gut bedient von unseren Kellnerinnen und Kellnern (nochmals vielen Dank!). Es ging weiter mit einem gemischten Salat und einem Stückchen Brot. Das Brot wurde natürlich auf einem grossen Silbertablett serviert. Nach einiger Zeit wurde uns der Hauptgang aufgetischt. Alles war schön angericht. Es gab Fleischkäse, Reis und gekochte Rüben. Nach all den Gängen waren unsere Bäuche schon ziemlich voll und gar nicht gut für unsere Figur im Abendkleid...

Unser Bar-Pianist Dani

Darum war jetzt Tanz angesagt. Es gab einen kleinen Tanzkurs von unserem Tänzer Dave. Nachdem wir vergeblich versucht haben alle zum tanzen zu motivieren, probierten einfach alle die wollten Walzer zu tanzen. Es war lustig. Vor allem, da es für die Meisten das erste Mal Walzer tanzen war. Aber es gab da schon einige ganz begabte Paare! Alle die genug hatten, konnten zu unserem Fotografen Er- rinnerungsfoto machen gehen. Natürlich schwarz/weiss, im letzten Jahrhundert gab es noch keine farbigen Fotos. Bevor das Dessert-Buffet eröffnet wurde, gab uns unsere Kapitän (Beat Müller) noch einen kleinen Gedankenanstoss. "Ist Dein Lebensschiff unsinkbar?" Das war die Frage. Und es war wirklich gut. Nicht so lang, doch deutlich genug, um zu sehen, welcher Weg der Richtige ist. Danach gab es ein grosses Dessert-Buffet. Da es vier, oder sogar fünf, verschiedene Desserts gab, fand jeder etwas, das ihm schmeckte. Leider war die Zeit viel zu schnell vergangen und es war schon halb zwölf Uhr.

Michi und Nina beim Walzer tanzen...

Da wir den Eltern gesagt hatten, die Follower seien um halb zwölf wieder zu Hause, mussten wir leider die Party beenden. Und nur noch für die Leiter ging es weiter, doch nicht mit der Party, sondern mit dem aufräumen... Es war wirklich ein gelungener Abend. Wir hatten viel Spass miteinander und ich denke, es hat allen sehr gut gefallen. Oder?

Natascha Staub

 
Letzte Aktualisiereung: 20. Juli 2004|Am besten funktioniert diese Seite ab Browser Version 4, 800 x 600
© Die Rechte der gesamten Site, deren Inhalte und der enthaltenen Grafiken liegen, falls nicht anders angegeben, bei der Jungschi RFT.